Hochbegabte Kinder

hochbegabte Kinder Erkelenz Und weil diese "Wunderkinder" eigentlich ganz normale Kinder und nur cleverer sind, sollten sie unbedingt unterstützt werden.

Wunderkind stellt Solarbranche auf den Kopf

 

Er ist erst 14 Jahre alt und sorgt mit seinen Ideen

jetzt schon für Furore unter anerkannten

Wissenschaftlern aus der Solarbranche.

 

Gelesen unter: http://www.feelgreen.de/wunderkind-stellt-solarbranche-auf-den

kopf/id_53344476/index


Seit 2005 arbeitet ich künstlerisch und seit 2007 auch naturwissenschaftlich intensiv mit Gruppen von hochbegabten Kindern im Grundschulalter und Kindern weiterführender Schulen.

Hochbegabung bezieht sich auf den hohen Intelligenzquotienten der Kinder. Meist liegt dieser über 130.

Hier meine Erfahrungen und persönliche Wahrnehmung mit hochbegabten Kindern im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern:

 

  • Hochbegabte Kinder können gleichzeitig verschiedenste Informationen und Reize aufnehmen. Sind sehr neugierig und nehmen alle Informationen und Bilder wie ein Schwamm in sich auf.
  • Sie können diese Informationen schnell mit ihrem Wissen vernetzen und das gleichzeitig auf den verschiedensten Ebenen.
  • Glücklich über eine Vernetzung der neuen Informationen (sie haben Zusammenhänge verstanden), möchten die Kinder dies direkt meist in einem Vortrag beweisen.
  • Häufig besitzt ein hochbegabtes Kind ein Spezialgebiet, für das es sich sehr begeistern kann, viele Informationen sammelt und wenn man das Kind lässt, stundenlang über dieses Thema Vorträge halten kann.
  • Vielen hochbegabten Kinder wird der Informationsfluss, der auf sie einstürmt nach einer gewissen Zeit zu viel. Die entstehende Müdigkeit kompensieren sie häufig durch Hyperaktivität oder in sich versunken sein.
  • Kinder wollen viel wissen. Diese Kinder wollen noch mehr wissen und können es auch verarbeiten, aber sie kennen noch nicht ihre Leistungsgrenzen und können auch die Flut der Informationen nicht stoppen.
  • Sie sind mit altersgerechten Informationen nicht zufrieden. Sie wollen alles wissen und dies auch logisch begründet.
  • Durch diesen hohen, kontinuierlichen Anspruch der Kinder auf  Wissen, fühlen sich gleichaltrige Kinder und Erwachsene oft überfordert.
  • Hochbegabten Kinder werden oft von Gleichaltrigen ausgegrenzt. Dieses erlebte Gefühl (die Kinder fühlen sich meist nicht verstanden) führt oft zu Aggression oder in sich zurückziehen. Um zu verdeutlichen, was in den Kindern vorgeht, ein Beispiel: Stellen sie sich vor, sie wären Da Vinci und würden zur damaligen Zeit leben. Heute wissen wir, Da Vinci war ein Multigenie (genialer Maler, Konstrukteuer, Architekt) und seiner Zeit weit voraus. Er hätte heute zahlreiche Gesprächspartner, mit denen er sich austauschen könnte, mit denen er ein erfülltes, intellektuelles Leben führen könnte. Aber mit wem konnte Da Vinci zu seiner Zeit seinen Intellekt teilen? – Jeder von uns will dazu gehören, sich in einem Gegenüber wiederfinden. – Genau das fehlt vielen dieser Kinder. Oft wird ihnen von Erwachsenen und Gleichaltrigen nur gespiegelt.:" Du bist anders". Anders sein und ausgegrenzt zu werden ist ein gesellschaftliches Problem. Ausgegrenzt sein bedeutet Isolation. Anders sein, ist besonders als Kind nicht leicht.
  • Kinder wollen ihre Grenzen kennen. Grenzen, die ihnen Erwachsene setzen. Das bietet ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Kinder sind clever, ihre Grenzen zu testen. Jeder Elternteil kennt das. Hochbegabte Kinder sind in dieser Beziehung noch cleverer. Ein Beispiel: Sie sagen einem hochbegabten Kind, es soll seine Sachen in den Nebenraum bringen, hat aber überhaupt keine Lust dazu. – Widerwillig und nach mehrmaligem Auffordern beginnt es die Sachen in den Nebenraum zu bringen, aber nicht auf dem direkten Weg, sondern mit zig, völlig überflüssigen Umwegen durch den Raum. Auf die Frage, warum es dies denn so macht, ist die kurze (und als Hinweis zu verstehende) Antwort: “Du hast ja nicht gesagt, auf welchem Weg.“ – Diese Kinder brauchen mehr als andere, klare, strukturierte und nicht anders auslegbare Anweisungen! - Und dennoch kann ich mir vorstellen, dass Kinder bei einer klaren Anweisung noch einen Weg finden, Erwachsenen eine Lücke zu zeigen.
  • Meine künstlerische Arbeit mit hochbegabten Kindern ist nicht einfach, aber macht mir sehr grosse Freude. Ich sehe, wie sich diese Kinder wohlfühlen und sehr gut weiterentwickeln. Durch Kontakt mit den Eltern, deren hochbegabten Kinder mittlerweile in weiterführenden Schulen gehen, erfahre ich, dass fast alle ihren Platz in der neuen Klasse und Schulfreunde gefunden haben.

 

Im "Samstagsclub für helle Köpfe" (Presse) sehe ich hochbegabte Kinder glücklich mit ihresgleichen harmonisch umgehen. Ich sehe ausgeglichene Kinder, von denen gesagt wird, dass sie in der Schule ein Problemkind sind.

 

Es ist wohltuend für die Kinder, ein paar Stunden mit ihresgleichen zusammen zu sein, zu arbeiten, zu spielen und auch mal ausgelassen zu sein. Die Eltern bestätigen mir, dass ihre Kinder sich auf den Samstagsclub immer freuen und kein Problem haben, dann auch früh aufzustehen, obwohl sie während der Woche Schwierigkeiten haben, aufzustehen.

Ich glaube, hochbegabte Kinder brauchen eine Nische, in der sie ihresgleichen treffen können, in der von Erwachsenen intensiv auf ihrem Level auf sie eingegangen wird. Das zeigt ihnen, dass ihr „Anders sein“ gar nicht so anders ist, sondern etwas Besonderes. Es wird ihnen somit  leichter gemacht, ihr "besonders sein" für sich anzunehmen.

Hochbegabte Kinder nur unter sich zu lassen, wäre meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Unsere Welt, unsere Gesellschaft ist nicht so behütet. Wir müssen diese Kinder stärken, damit sie glückliche Erwachsene werden können.

Wir sollten hochbegabten Kindern die Chance geben, in dieser Welt ihren Platz zu finden. Vielleicht warten gerade auf diese Kinder zukünftige Aufgaben, die nur sie lösen können?!

 

 

 

 

 

In 2010 startete ich mit dem "Club der cleveren

Köpfe" in Erkelenz. Naturwissenschaften

- Philosophie - Kunst - Sozialkompetenz werden

vermittelt. (Presse)

 

Der Club ist als Ergänzung zur schulischen Bildung

der Kinder gedacht und greift der Schule nicht vor.